Digitalisierung

Der Begriff der Digitalisierung umfasst ein weites Feld möglicher Maßnahmen. Das Ziel ist üblicherweise eine Ende-zu-Ende-Unterstützung fokussierter Geschäftsprozesse durch Daten und datenverarbeitende Systeme. Gegebenenfalls umfasst das Ziel auch die Automatisierung von Teil- oder Gesamtprozessen.

Grundlage jeglicher Schritte ist eine auf der Geschäftsstrategie basierende Digitalisierungsstrategie, die folgende Aspekte behandeln sollte:

Basis-Digitalisierung

Die Basis-Digitalisierung steht häufig am Beginn der Digitalisierungsreise. Diese ist in vielen Unternehmen bereits etabliert. Email- und Office-Tools sowie AI unterstützen den Empfang und das Senden von Nachrichten oder das Erstellen von Text-, Kalkulations- oder Präsentationsdokumenten. Weiterentwicklungen der Anbieter zur gemeinsamen Arbeit an Dokumenten und deren automatisierter Speicherung können unter Berücksichtigung der Lebenszyklus-Kosten im Vergleich zu den Produktivitätsgewinnen die Effizienz steigern.

Eine Mehrzahl an mittelständischen Unternehmen wird interne Verwaltungsprozesse (Buchhaltung, Lagerverwaltung, einfache Kundenverwaltung oder Personalwesen) ganz oder in Teilen bereits über den Einsatz von Unternehmensressourcenplanungs-Systemen (Enterprise Resource Planning (ERP)) implementiert haben. Dabei werden Buchhaltungsprozesse mitunter an das externe Steuerbüro übergeben, dass damit eine datenschutzrelevante Verarbeitungstätigkeit ausführt. 

Teile der Basis-Digitalisierung sind die Aspekte des Datenschutzes sowie der Informationssicherheit, um gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und die Widerstandskraft (Resilienz) des Unternehmens zu verbessern.

Für KMUs empfiehlt es sich, möglichst bereits in der Basis-Digitalisierung mit modularen und Cloud-basierten ERP-Lösungen zu starten, die später den Übergang in komplexere Szenarien zu erleichtern.

Vernetzung, Integration, Automatisierung und Intelligenz

In dieser Stufe werden die Voraussetzungen für ein digitales Geschäftsmodell geschaffen.

Die Erweiterung des ERP-Systems um Funktionen des Einkaufs, der Fertigung und des Vertriebs sowie eine digitale Anbindung an die Systeme von Kunden und Lieferanten stellt einen erheblichen Fortschritt dar. Es empfiehlt sich hier für Unternehmen jeglicher Größe die eigenen sowie die bei Kunden und Lieferanten vorherrschenden Einstellungen zu Datenschutz und Informationssicherheit bestmöglich zu vereinheitlichen.

Der gesteuerte Einsatz von künstlicher Intelligenz (AI) für Zwecke der Bedarfsplanung und bspw. Lageroptimierung in Verbindung mit der Automatisierung von Arbeitsabläufen löst weitere positive Effekte aus und befähigt ein datengetriebenes Geschäftsmodell.

Die Herausforderungen für KMU beim Einsatz künstlicher Intelligenz beispielsweise für Prognosezwecke oder der Nutzung von Automatisierungs-Techniken sind strategischer, organisatorischer, technischer und kultureller Natur und betreffen sowohl die Einführung als auch den Betrieb solcher Lösungen.

Neue digitale Geschäftsmodelle

Bei der Diskussion neuer digitaler Geschäftsmodelle befinden wir uns an der Schwelle, wo wir für Ihr Unternehmen individuelle Entscheidungen treffen müssen. Es geht hier über den Einsatz von modernsten Technologien hinaus.

Daher folgend ein paar Beispiele, die anregen, jedoch in keinem Fall Ideen einschränken sollen: